WBS-Gießen
Sie sind hier: WBS Gießen /
Drucken  Kontakt  Sitemap
14.02.2020 Alter: 144 days
Von: Jasmin Klau

Textiltechnik und Bekleidung

Betriebsbesichtigung bei Jack Wolfskin


Kreative Ideen: Zwölftklässler der Willy-Brandt-Schule präsentieren ihre Gestaltungsentwürfe für die "Strandbar". Ludwig Wiemer, Gerda Weigel-Greilich, Axel Pfeffer, Andrea Stremme und Wennemar Rustige (hinten von links) sind beeindruckt. Foto: Wißner

Am 14.2.2020 sollte es endlich soweit sein! 17 Schülerinnen und Schüler der Maßschneider und  sieben Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Textiltechnik und Bekleidung machten sich auf den Weg die Firma Jack Wolfskin zu erkunden und genauer kennen zu lernen.

Nach einem sehr herzlichen Empfang auf dem Campus der Firma, im malerischen Örtchen Idstein, kamen wir in den Genuss auf sehr unterhaltsame Weise etwas über die Entstehungsgeschichte der Marke zu erfahren.

Im Showroom, umrahmt von der Winterkollektion 2020/21, die noch in keinem Laden zu sehen ist, durften die Schülerinnen und Schüler jede Menge über neueste Materialentwicklungen, über den Aufbau der Kollektion, genauso wie über die Entstehung einer neuen Kollektion erfahren. Dabei stellte man fest, dass die Inhalte des Projektmanagements ja vielleicht wirklich im beruflichen Leben zum Einsatz kommen könnten! Materialien, die ohne chemische Zusatzstoffe auskommen und Moskitos dennoch nicht durchlassen, haben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Die Neuentwicklung eines Zeltes unter Testbedingungen im Windkanal bei der Firma Porsche erzeugte Staunen: „Unglaublich, wie viel Entwicklungsarbeit in einem Zelt steckt!“

Die Tatsache, dass die Marke sich schon sehr lange mit einer nachhaltigen Produktion und umweltverträglichen Materialien auseinandersetzt, und die Entwicklung stetig vorantreibt, fanden die Schülerinnen und Schüler sehr beeindruckend. Jack Wolfskin ist die einzige Marke von Wetterschutzbekleidung, deren Oberstoff und Membrane zu 100% recycelt ist. Im Kreativbüro durften die Schülerinnen und Schüler sogar dem Produktmanager der maßgeblich daran gearbeitet hat begegnen.

In welchen Ländern es bereits die Marke mit der Tatze gibt, überraschte so manchen: „Ich dachte das gäb´s nur in Deutschland!“ 

Lust auf Reisen und Wandern bekam eine Schülerin, nachdem uns präsentiert wurde wie die Mitarbeiter in der Produktentwicklung mit der Kollektionsplanung starten: mit einer Wanderung geht es los, selbstverständlich wird gezeltet, so werden die Produkte am eigenen Leib getestet und erfahren - wie sonst könnte man besser herausfinden was verbessert werden kann!

Die Schülerinnen und Schüler wurden aber nicht nur informiert, sie bekamen auch die Aufgabe selbst Materialien zu sortieren, anzufassen und zu überlegen welche Kleidung man daraus herstellen könnte. Hier war Kreativität gefragt und einige bisher unbekannte Materialien ließen in manch einem Kopf ganz neue Kreationen erblühen. 

Höhepunkt war die Führung durch die „heiligen Hallen“ der Produktentwicklung, in der bereits an der Winterkollektion 2021/22 gearbeitet wird. Hier gab es vom Mood-board über das Testlabor bis zum vielbeschäftigten Produktmanager und Techniker auch "kreatives Chaos“ zu sehen. 

Live haben die Schülerinnen und Schüler beobachten dürfen, wie viel Druck eine Membran aushält bevor sie platzt. 

Der kreative Schaffensraum ist eine riesige Halle, die durch die großen Pflanzen und die vielen schönen Bilder laut Aussage einer Schülerin ein total schöner Ort ist! Das gute Verhältnis der Mitarbeiter untereinander und das ausschließliche Duzen im Unternehmen wurde von den Schülerinnen und Schülern sehr positiv wahrgenommen, genauso wie die Möglichkeit für jeden Angestellten während der Arbeitszeit Sport zu treiben, denn wenn die Work-Life Balance stimmt macht die Arbeit doch gleich umso mehr Freude!

Das Fazit der Exkursion war insgesamt sehr positiv. Die Erwartungen der Schülerinnen und Schüler wurden weit übertroffen und man konnte in einen ganz anderen Bereich der Bekleidung hineinschauen. Alle Teilnehmer waren tief beeindruckt von der Bodenständigkeit eines weltweit agierenden Unternehmens. Vor allem aber unser Referent Gerold, der ganz offensichtlich mit Herz und Seele ein „Tatzenmacher" ist, hat mit seiner Begeisterung alle Teilnehmer angesteckt. Mal sehen ob in ein paar Jahren vielleicht der ein oder andere ehemalige Schüler ein Teil der Jack Wolfskin Familie sein wird. Organismus verlangt werden. „Eigentlich unmöglich“, so die Schüler*innen. Den Studierenden gelang es dabei gut - nicht zuletzt durch anatomische Einblicke in ein Gehirn, Pferde- und Ziegenaugen - den Schüler*innen zu vermitteln, wie dramatisch es ist, wenn das Gehirn oder andere Anteile des Nervensystems von Krankheiten betroffen sind.


Willy-Brandt-Schule - Carl-Franz Straße 14 - 35392 Gießen - Tel. 0641.2646