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20.12.2019 Alter: 107 days
Von: Gießener Anzeiger

Fachoberschule Gestaltung

Zwölftklässtler der Willy-Brandt-Schule hübschen Strandbar in Gießen auf.


Kreative Ideen: Zwölftklässler der Willy-Brandt-Schule präsentieren ihre Gestaltungsentwürfe für die "Strandbar". Ludwig Wiemer, Gerda Weigel-Greilich, Axel Pfeffer, Andrea Stremme und Wennemar Rustige (hinten von links) sind beeindruckt. Foto: Wißner

Im Fach "Lebensräume gestalten" haben Zwölftklässler der Willy-Brandt-Schule einige vielversprechende Entwürfe erarbeitet. Bei Betreiber wie städtischen Gremien kamen die Ideen an.

Für Axel Pfeffer haben die Willy-Brandt-Schüler den Finger genau in die Wunde gelegt. Um die "hässliche Fassade" der "Strandbar" in der Wieseckaue aufzuhübschen und damit für eine Qualitätsverbesserung zu sorgen, haben die Zwölftklässler im Fach "Lebensräume gestalten" einige vielversprechende Entwürfe erarbeitet. Damit konnten sie nicht nur den Vorsitzenden des Fördervereins "Garten-Stadt Gießen" überzeugen, auch für "Strandbar"-Betreiber Christian Trageser waren einige "sehr gute Vorschläge" darunter. So gehe es eventuell nur noch darum, welches Material verwendet werden soll, das sich zugleich auch wieder leicht entfernen lasse.

Die Fachoberschüler sind nicht zum ersten Mal kreativ geworden. In den vergangenen Jahren haben sie sich schon häufiger damit beschäftigt, welche Außenwände oder Innenräume in Stadt und Landkreis eine Verschönerung vertragen könnten. Dazu zählen etwa das Regierungspräsidium am Landgraf-Philipp-Platz, das Zentrum für interkulturelle Bildung und Begegnung (ZiBB), das Sozialgericht, die Pausenhallen von Ludwig-Uhland- und Dietrich-Bonhoeffer-Schule sowie der Eingangsbereich des Seniorenzentrums in Lich. Für letzteres Projekt wurden die beteiligten Lehrer und Schüler sogar mit einem Innovationspreis in Berlin ausgezeichnet.

Diesmal fiel die Wahl auf die bisher wenig ansehnliche Außenbegrenzung der "Strandbar". Die unter Anleitung von Wennemar Rustige und Andreas Arcularius entwickelten Ideen präsentierten sie nun auch Umweltdezernentin Gerda Weigel-Greilich sowie dem stellvertretenden Leiter des Gartenamts, Ludwig Wiemer. Eventorganisator Christian Trageser zeigte sich Kritik und Anregungen gegenüber aufgeschlossen. Gleichzeitig bat er darum, den mit mittlerweile ziemlich verrotteten Strohmatten belegten Zaun zu umschalen. Zudem sei ein Schmutzsockel einzuplanen.

Vor Beginn der konkreten Planungsarbeit hatten die Schüler bei einem Ortstermin eine Bestandsaufnahme gemacht. Hier waren sie sich schnell einig, dass die provisorische Verkleidung "optisch nicht ansprechend ist und eher wie eine Baustelle wirkt". Die Zäune seien "suboptimal in das Gelände integriert". Anhand von Fotos wurden technische Zeichnungen angefertigt. Jeder Schüler widmete sich zunächst malerisch oder zeichnerisch seinem ganz individuellen Entwurf, den er anschließend am PC umsetzte. Außerdem galt es, kleine Anschauungsmodelle zu bauen. Entstanden sind so 30 sehr vielfältige und spannende Ideen.

Während einige der jungen Leute das Ziel verfolgten, dass sich die "Strandbar" möglichst harmonisch in die Umgebung einfügt, diente manchen eher der Name "Strandbar" als Inspiration. Und wieder andere Schüler orientierten sich am Logo der Location oder an dem in unmittelbarer Nähe aufgestellten Totempfahl der Gießener Partnerstadt Waterloo. Überwiegend handelte es sich um Strandelemente, aber auch Früchte, Wellenbewegungen, Nadelholzpfosten, grüne Gebirge am Meer und Eisvögel mit Palmen finden ihren Niederschlag in den verschiedenen Kreationen. 

Gerda Weigel-Greilich berichtete den Schülern, dass bereits 1969 ein Palmencafé vorgesehen gewesen sei, das seinen Namen dem Palmenhaus im Botanischen Garten verdankt hätte. Axel Pfeffer bekannte sich ausdrücklich zur "Strandbar", zumal "die U70-Spaziergänger, die im Park unterwegs sind, auch einen Treffpunkt verdient haben". Als zusätzliche Erleichterung sollen die vorhandenen drei Kilometer Fußweg noch mit mehr Bänken ausgestattet werden. "Bei so einem Ort wie der 'Strandbar' ist die Außendarstellung das A und O. Das Outfit muss stimmen", betont Pfeffer. Mit ihrem Einfallsreichtum, den auch Schulleiterin Andrea Stremme lobte, haben die Fachoberschüler nun zumindest einen wesentlichen Beitrag dazu geleistet.

Quelle: Thomas Wißner – Gießener Anzeiger vom 15.12.2019 [link]


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