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Frequently Asked Questions

Fragen von Eltern – offen beantwortet ...

Welche Informations- und Beratungsangebote zur Schullaufbahn gibt es an der Willy-Brandt-Schule?

Grundsätzlich sind Vertreter/innen der WBS jederzeit ansprechbar, wenn es um die Klärung von Fragen zum schulischen Werdegang Ihrer Tochter bzw. Ihres Sohnes geht. Eine telefonische Kontaktaufnahme mit der Schulleitung und/ oder eine Kontaktaufnahme per Email ist für die Initiierung der Beratung deshalb empfehlenswert.
Darüber hinaus finden im Hause der Willy-Brandt-Schule regelmäßig Tage der offenen Tür (nach den Herbstferien) und Informationsveranstaltungen (nach dem Halbjahreswechsel) statt, in deren Verlauf alle relevanten Fragen zu den Aufnahmeformalitäten und zu den Unterrichtsinhalten beantwortet werden. Darüber hinaus werden interessierten Schülerinnen und Schülern Möglichkeiten eingeräumt, im Verlaufe eines Hospitationstages das Unterrichtsgeschehen genauer unter die Lupe zu nehmen und weitere nützliche Informationen von WBS-Auszubildenden zu erhalten.
Es ist ratsam, die genannten Angebote auch wahrzunehmen: Nicht selten mündet ein nur unpräziser Informationsstand über die Anforderungen und Inhalte des jeweiligen Bildungsgangs in einen Schulabbruch.

Welche Aufnahmevoraussetzungen muss mein Kind erfüllen und welche Anmeldefristen gelten?

Aufnahmevoraussetzungen und Bewerbungsfristen sind für jede Vollzeitschulform unterschiedlich geregelt und im Download-Bereich dieses Internetauftritts auffindbar.
Erwähnenswert ist, dass die Mehrzahl der Bewerber/innen für die jeweilige Schulform zunächst nur einen vorläufigen Aufnahmebescheid erhalten, da die  Erfüllung der Aufnahmevoraussetzungen an die schulischen Leistungen geknüpft ist, die im Abschlusszeugnis ausgewiesen werden. Letzteres ist aber zum Zeitpunkt der Bewerbung noch nicht vorhanden.
Hierzu ein konkretes Beispiel: Bewirbt sich ein/e Schüler/in für die Fachoberschule und kann diese/r mit dem Halbjahreszeugnis nachweisen, dass die Aufnahmevoraussetzungen erfüllt sind, so erhält diese/r einen vorläufigen Aufnahmebescheid. Haben sich die Noten im Verlauf des 2. Halbjahres der besuchten Schulform derart verschlechtert, dass die Erfüllung der Notenvoraussetzungen im Abschlusszeugnis nicht mehr gegeben ist, so ist die Aufnahme nicht (mehr) möglich.
Es lohnt sich also, in die Planung des zukünftigen schulischen Werdegangs des eigenen Kindes Alternativen einzubauen!
Anders ist es bei einer dualen Berufsausbildung: Regelmäßiger Ausbildungsbeginn ist zwar der 1. August, dennoch zeigt die Erfahrung, dass noch bis in den Spätherbst hinein Ausbildungsverhältnisse begründet werden.
Die Unterschrift unter einen Berufsausbildungsvertrag erst begründet die Berufsschulpflicht, und dies sowohl unabhängig vom Zeitpunkt der Vertragsschließung als auch unabhängig von den schulischen Vorleistungen. Die formale Prüfung der schulischen Vorleistungen wird erst relevant, wenn die Gleichwertigkeit des Abschlusszeugnisses mit einem höheren Schulabschluss als den bisher vorhandenen beantragt wird.

Gibt es BAföG-Leistungen?

Ausbildungsförderung wird gemäß § 2 des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) geleistet für den Besuch von

  1. weiterführenden allgemeinbildenden Schulen (z.B. Haupt-, Real- und Gesamtschulen, Gymnasien) ab Klasse 10 [§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG],
  2. Berufsfachschulen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, einschließlich der Klassen aller Formen der beruflichen Grundbildung (z. B. Berufsvorbereitungsjahr), ab Klasse 10 [§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG],
  3. Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt [§ 2 Abs. 1 Nr. 1 BAföG],
  4. Berufsfachschulklassen und Fachschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung nicht voraussetzt, sofern sie in einem zumindest zweijährigen Bildungsgang einen berufsqualifizierenden Abschluss vermitteln [§ 2 Abs. 1 Nr. 2 BAföG],
  5. Fach- und Fachoberschulklassen, deren Besuch eine abgeschlossene Berufsausbildung voraussetzt [§ 2 Abs. 1 Nr. 3 BAföG],
  6. Abendhauptschulen, Berufsaufbauschulen, Abendrealschulen, Abendgymnasien und Kollegs [§ 2 Abs. 1 Nr. 4 BAföG],
  7. Höheren Fachschulen und Akademien [§ 2 Abs. 1 Nr. 5 BAföG],
  8. Hochschulen [§ 2 Abs. 1 Nr. 6 BAföG].

Schüler/innen, die eine der hier unter 1. bis 3. genannten Schulen besuchen, erhalten nur dann Förderung, wenn sie nicht bei den Eltern wohnen und notwendig auswärts untergebracht sind.
Schüler/innen sind notwendig auswärts untergebracht, wenn

  • von der Wohnung der Eltern aus eine entsprechende zumutbare Ausbildungsstätte - z. B. wegen der Entfernung - nicht erreichbar ist,
  • sie einen eigenen Haushalt führen und verheiratet oder in eingetragener Lebenspartnerschaft verbunden sind oder waren,
  • sie einen eigenen Haushalt führen und mit mindestens einem Kind zusammenleben.

Ausbildungen im dualen System können nach dem BAföG nicht gefördert werden; dies gilt auch für den Besuch der Berufsschule.
Des weiteren erhalten Schüler/innen der Fachoberschule in der einjährigen Organisationsform B, die die o. g. Voraussetzungen zwar erfüllen, jedoch im 2. Ausbildungsabschnitt (Jahrgangsstufe 12) der Fachoberschule gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der zweijährigen Organisationsform A beschult werden, in der Regel keine Leistungen.

Werden Fahrtkosten zur Berufsschule erstattet?

Die Art der Schülerbeförderung sowie die Erstattung der Kosten ist Sache der Schulträger.
Ein Anspruch auf Fahrtkostenerstattung besteht für die Grundstufe der Berufsschule (1. Ausbildungsjahr), das erste Jahr einer Berufsfachschule, durch deren Besuch die Vollzeitschulpflicht erfüllt werden kann, und für das erste Jahr der Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung, sofern der kürzeste verkehrsübliche Fußweg von der Wohnung zur Schule mehr als 3 km (einfache Entfernung) beträgt.
Ausnahmen sind möglich, z. B. wenn es für die jeweilige Schülerin oder den jeweiligen Schüler eine Gefahr darstellen würde, den Schulweg zu Fuß zurückzulegen, oder wenn sie oder er aufgrund einer Behinderung dazu nicht in der Lage ist.
Erstattungsanträge für die Fahrtkosten sind bei der zuständigen kommunalen Verwaltungsbehörde zu stellen, die für den jeweiligen Wohnsitz der Schülerin bzw. des Schülers zuständig ist. 

Werde ich über die schulischen Leistungen meiner Tochter bzw. meines Sohnes informiert?

Selbstverständlich!
Eine Information über die schulischen Leistungen und Fehlleistungen erhalten die Erziehungsberechtigten uneingeschränkt.
Schüler/innen und Auszubildende, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, entscheiden selbst, ob die Erziehungsberechtigten informiert werden dürfen. Schüler/innen, die eine Weitergabe von Informationen bezüglich der schulischen Leistungen nicht wünschen, müssen dies schriftlich erklären. Entsprechende Informationen dürfen dann von der Schule nicht weiter gegeben werden.
Erst wenn das 21. Lebensjahr vollendet ist, unterbleibt die Information „automatisch“, d. h. ohne weiteres Dazutun von Seiten der Schüler.

 

Willy-Brandt-Schule - Carl-Franz Straße 14 - 35392 Gießen - Tel. 0641.2646